Inhaltsverzeichnis: Einkommensteuerrichtlinien

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Einkommensteuerrichtlinien






Zu § 10g EStG


R 10g. Steuerbegünstigung für schutzwürdige Kulturgüter, die weder zur Einkunftserzie- lung noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden


  1. 1Die Bescheinigungsbehörde hat zu prüfen,


    ob die Maßnahmen

    1. an einem Kulturgut i. S. d. § 10g Abs. 1 Satz 2 EStG durchgeführt worden sind, a)


    erforderlich waren, b)

    in Abstimmung mit der zuständigen Stelle durchgeführt worden sind, c)


    in welcher Höhe Aufwendungen, die die vorstehenden Voraussetzungen erfüllen, angefallen sind, 2.


    inwieweit Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln durch eine der für Denkmal- oder Archivpflege zuständigen Behörden be-

    3. willigt worden sind oder nach Ausstellung der Bescheinigung bewilligt werden (Änderung der Bescheinigung).


    2R 7h Abs. 4 Satz 2 bis 5 gilt entsprechend.


  2. Die Finanzbehörden haben zu prüfen,


ob die vorgelegte Bescheinigung von der nach Landesrecht zuständigen oder der von der Landesregierung bestimmten

1. Behörde ausgestellt worden ist,


ob die bescheinigte Maßnahme an einem Kulturgut durchgeführt worden ist, das im Eigentum des Stpfl. steht,


2.


ob das Kulturgut im jeweiligen Kalenderjahr weder zur Erzielung von Einkünften i. S. d. § 2 EStG genutzt worden ist

3. noch Gebäude oder Gebäudeteile zu eigenen Wohnzwecken genutzt und die Aufwendungen nicht nach § 10e Abs. 6 oder

§ 10h Satz 3 EStG abgezogen worden sind,


inwieweit die Aufwendungen etwaige aus dem Kulturgut erzielte Einnahmen übersteigen, 4.


ob die bescheinigten Aufwendungen steuerrechtlich dem Kulturgut i. S. d. § 10g EStG zuzuordnen und keine Anschaf-

5. fungskosten sind,


ob weitere Zuschüsse für die bescheinigten Aufwendungen gezahlt werden oder worden sind, 6.


in welchem VZ die Steuerbegünstigung erstmals in Anspruch genommen werden kann. 7.



Kostenlose Steuerrechner online
Kostenlose Steuerrechner

Buchhaltungssoftware
MS-Buchhalter

Buchhaltungssoftware MS Buchhalter downloaden und kostenlos testen
Jetzt kostenlos testen

Weitere Informationen:

Zustellung von Einkommensteuerbescheiden in der Schweiz seit 2017 möglich
Die Beteiligten stritten darüber, ob das beklagte Finanzamt Einkommensteuerbescheide öffentlich zustellen durfte. Der Kläger lebt seit dem Jahr 2013 in der Schweiz. Der Aufforderung des Beklagten, einen inländischen Empfangsbevollmächtigten zu bestellen, kam er nicht nach. Stattdessen bat der Kläger den Beklagten, ihm sämtliche Schreiben an seine Wohnanschrift in der Schweiz zu schicken....

Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale im ELStAM-Verfahren für gemäß § 1 Abs. 4 EStG beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2020
Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt in Bezug auf den Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale im ELStAM-Verfahren für gemäß § 1 Abs. 4 EStG beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer Folgendes: 1. Start des Arbeitgeberabrufs zum 1. Januar 2020 Der elektronische Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale im ELStAM-Verfahren für gemäß § 1 Abs. 4 EStG beschränkt...

Darf Finanzamt zu Unrecht erhobene Einkommensteuer behalten?
...

Zulässigkeit einer Klage gegen einen Einkommensteuer-„Nullbescheid“
Bedeutungslosigkeit des subjektiven Nettoprinzips für den Verlustabzug Mit Urteil vom 26. März 2019 (Az. 4 K 187/18) hat das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht Stellung zu verschiedenen Fragen zum Verlustabzug nach § 10d EStG genommen. Die Kläger waren Eheleute und wurden gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt. Auf den 31. Dezember 2014 war für den Ehemann ein verbleibende...

Krankenversicherung, Studienplatz, Einkommensteuer
...